14.09.2012

Jede Menge Tücher

In der Grundschule gab es bei uns noch das Fach "Werken und Schulgarten", da kam ich das erste mal mit Sticken in Berührung. Damals hab ich ewig für auch nur eine Linie im Vorstich gebraucht und fand's ziemlich ätzend. Basteln, Handarbeiten oder generel Dinge selber machen war früher nie mein Ding. Und dann zieht mich das Hobby Mittelalter einfach so in die Handarbeitsecke!

Im April letzten Jahres hab ich also versucht ein Kopftuch aus einem Rest zu nähen und mit einem einfachen Stickmuster zu verziehren. Ich hatte gerade erst den Rückstich entdeckt und konnte zum Ausfüllen nur Plattstich. Im Endeffekt war das Tuch natürlich viel zu klein, aber ich trag es immer mal an der Hüfte als, tja Deko. Allerdings hängt dann die Schwertlilie auf dem Kopf, ich denke, das werd ich nochmal auftrennen und verbessern.




Danach hab ich mir Stoff besorgt und mich an einem neuen Kopftuch probiert. Wieder nur mit Rück- und Plattstich, aber diesmal hat es tatsächlich gepasst. Allerdings drei neue "Probleme": Der Plattstich flattert natürlich beim Mondsymbol rum, der Stoff ist leider zu steif und zu guter Letzt seh ich mit Kopftuch auch noch blöd aus... Jetzt wird es als Halstuch genutzt. Übrigends sind auch beide Tücher per Hand mit Rückstich zusammengenäht, da ich zu der Zeit noch keine Nähmaschine hatte.



Dieses Jahr hab ich es dann nochmal mit Sticken probiert und mir den Klosterstich rausgesucht. Unsere kleine Münsterländerin Aika hatte ihr letztes Halstuch endgültig kaputt bekommen und ich wollte ihr diesmal ein ambientisches Halstuch anstatt einer Gothik-Version verpassen. Allerdings bin ich wohl vor dem Pechteufel nicht gefeit! Das Baumwolltuch war keine reine Baumwolle und lies sich nicht färben. Das konnte ich noch ausgleichen, indem ich nur den Rand mit Textilfarbe bemalt habe. Beim Wollgarn hatte ich auf Reste zurückgegriffen und mich auch gleich ohne vorherige Übungen am Klosterstich versucht. Die Folge war, dass ich nun mit der Zange die Nadel durch den blöden Stoff und das verwurstelte Garn auf der Rückseite ziehen musste. Aber endgültig versaut wurde das ganze durch's Bügeleisen. Drei Tage zuvor habe ich den Stoff noch auf gleicher Stufe einwandfrei gebügelt. Als ich die Falten vom Stickring rausbügeln wollte, hat mein Bügeleisen 'ne Macke bekommen und war zu heiß. Jetzt hab ich einen Bügeleisenförmigen Fleck in den Stoff "geschmolzen". Dem Hund ist es egal und man sieht's auch nicht, wenn sie es drum hat. Trotzdem ärgert mich es schon. Später hab ich noch einen Druckknopf rangemacht, weil der Knoten oft aufgegangen ist.

Der Schandfleck :(

Der keltische Knoten

Und ein stolzer Hund :)

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